Cloud Computing: Sind Sie reif für die Wolke?

Montag, 28.02.2011 - 11:43 Uhr

Die Befragung des Hightec Verbandes Bitkom hat ergeben, dass Cloud Computing wie im Vorjahr IT Trend Nummer eins ist. Das überrascht nicht- Cloud Computing entwickelt sich seit einigen Jahren. Folgerichtig steht Cloud Computing auf der CEBIT Agenda ganz oben. Auch das überrascht nicht.

Einer Diskussion zu und über Cloud Computing können Sie sich nicht entziehen, selbst wenn Sie wollten. Egal ob Sie als CIO Verantwortung für Informationsversorgung im Unternehmen haben, als Controller ein Auge auf Kostenstrukturen werfen oder die Gesamtverantwortung im Unternehmen tragen- Sie werden damit konfrontiert. Aber: Wird die Diskussion richtig geführt?

Die Diskussion aus umfassender Perspektive führen

Die gute Nachricht: Es gibt immer mehr Applikationen die „Cloud Computing“ mit Leben füllen. Es geht nicht um Technik- ich höre schon IT begeisterte die aus technischer Sicht Cloud für eine tolle Lösung halten, es geht nicht um Kosten- ich höre Kostenrechner und Controller die Bleistifte spitzen, um einige Cents zu sparen.

Cloud Computing hat natürlich mit Technik und Kosten zu tun, aber im Kern geht es allerdings um etwas anderes: Es geht darum Ziele zu erreichen.

Lassen Sie es uns kurz durchdeklinieren

1. Ist die Unternehmensstrategie klar formuliert? Ohne Klarheit über die grundsätzliche Unternehmensausrichtung und entsprechende Unternehmensziele ist eine Rollenbestimmung von IT nicht möglich.

2. Korrespondiert die IT Strategie mit der Unternehmensstrategie? Welchen Stellenwert hat IT in Ihrem Unternehmen. Wird IT als Kostenfaktor gesehen- dann heißt es Kosten senken wo immer möglich. Wird IT als Vermögenswert gesehen- dann gilt es die Effizienz im Unternehmen zu steigern wo immer möglich. Wird IT als Business Partner gesehen- dann gilt es mittels IT die Effektivität des Unternehmens zu steigern, also die richtigen Dinge anzugehen. Oder wird IT gar als Business Enabler gesehen- dann gilt es IT an der Gestaltung neuer Produkte, Services und Geschäftsmodelle zu beteiligen? Passen die Erwartungen von Nutzern und Geschäftsleitung an die IT Abteilung mit dem Selbstverständnis der IT Abteilung zusammen?

3. Werden Applikationen bei Ihnen effektiv und effizient genutzt , werden also die richtigen Themen adressiert, sind die wichtigen Informationen in der Abteilung , bei den Mitarbeiter/innen die damit arbeiten sollen? Wie passen die Systemprozesse mit der Handhabung zusammen?

Sind die Potentiale Ihrer IT ausgeschöpft?

Stellen Sie sich einmal vor, Ihr IT Investitionsbudget wird auf Null zusammengestrichen. Der Betrieb wird sicher gestellt. Welche Auswirkung hätte dies auf Effizienz und Produktivität der Organisation? Würde Effizienz und Produktivität weiter steigen? Höchstwahrscheinlich ja: Mitarbeiter der verschiedensten Abteilungen würden die Nutzung der Applikationen verbessern und den Nutzen für das Unternehmen mehren.

Was hilft einem Unternehmen eine „State of the Art“ IT Anwendung, wenn die Mitarbeiter, die Aufbauorganisation und die Prozessorganisation nicht dazu passen? Es bedarf Investments in die technische Seite, die Applikationen und IT Betrieb und es bedarf Investments in Mitarbeiter, Kultur und Organisation- so simpel ist das. Wird das aber immer so gemacht? Werden diese beiden Seiten der Medaille nicht häufig zu wenig aufeinander abgestimmt oder sind sie gar entkoppelt?

Also, was sind die nächsten Schritte in Ihrem Umfelde? Geht es um Cloud Computing? Ist das der nächste und relevante Schritt? Sind Sie reif für die Wolke?

Thomas Stiegler

Zum Weiterlesen Cloud Computing: der Bitkom Leitfaden

Kategorie: Alle 2 Kommentare »

2 Reaktionen zu “Cloud Computing: Sind Sie reif für die Wolke?”

  1. Mirella

    Finde ich gut, dass hier regelmaessig geschrieben wird.

  2. tStiegler

    Interessanter Link zum Thema: Artikel der Computerwoche.de http://www.computerwoche.de/management/it-strategie/2366389/