Seltsame Sache: Change Projekte

Sonntag, 15.02.2015 - 16:11 Uhr

Ein Gastbeitrag von Klaus Schopka

Mit Change Projekten ist das oft eine seltsame Sache. Im Unternehmen wird ein Änderungsdruck festgestellt. Das Unternehmen, oder Teile davon, müssen an neue Anforderungen angepasst werden. Eine erste Vision ist schnell erstellt – durch die Leitungsebene. Dann kommt der bekannte Legobaukasten ins Spiel: Organisation, Systeme und Prozesse werden zerlegt und neu zusammengesetzt. Und schon gibt es einen Projektplan der aus diesem Vorgehen abgeleitet ist. Das Projekt startet und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern oder versanden.

Warum? Die formalen Bausteine des Unternehmens wurden doch berücksichtigt? Nicht berücksichtigt wird leider immer wieder, dass Unternehmen zuerst einmal aus Mitarbeitern bestehen. Unternehmen sind hochkomplexe soziale Systeme die in vielfältigen Umwelten agieren. Änderungen in diesem System können mit klassischen, mechanistischen Methoden des Projektmanagements allenfalls unterstützt werden. Change Projekte in komplexen Umgebungen erfordern aber ein angepasstes Vorgehen. Unterstellte, einfache Ursache-Wirkungszusammenhänge funktionieren oft nicht mehr. Die Wirkungszusammenhänge sind oft rekursiv und durch die Menge an betroffenen Objekten nicht mehr vorhersehbar.

Mitarbeiter stellen auch sehr oft fest, dass wieder einmal von ihnen Änderungsbegeisterung erwartet wird, die Leitungsebene sich aber auf Lippenbekenntnisse beschränkt und persönlich weitgehend von Änderungen ausklammert.

Ihre Meinung hierzu?

Klaus Schopka

Auf diesem Blog zum Thema Projekte:
1. Gescheiterte Projekt
2. Change
3. Immer effizienter, immer produktiver, immer schneller
4. Kategorie Change Management

Thomas Stiegler

Kategorie: Alle, Change, Change management, Wandel Ein Kommentar »

Eine Reaktion zu “Seltsame Sache: Change Projekte”

  1. Christian Christ

    Treffer……

    Manche Manager wundern sich vermutlich, dass Veränderungs-Begeisterung eben nicht zu verordnen ist. Schade aber auch!!!


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