Kategorie: Analyse


Aktionismusrad des Hamsters- Alternativen?

1. April 2013 - 16:09 Uhr

Eine Empfehlung

Paralysiert, unfähig zum Handeln. Aber unreflektiertes und zielloses Tun. Beste Grüße aus dem Aktionismusrad des Hamsters. Am Rad drehen als Ersatz für zielgerichtete Aktivität -das ist die tägliche Praxis in vielen Unternehmen. Richtig? Zukunftsfähige Entwicklungen sehen anders aus.

Was ist da los? Komplexität und Unsicherheit, eine Welt mit Umbrüchen und Umwuchtungen macht Angst. Angst lähmt. Da hilft ein althergebrachtes Managementverständnis nicht. Herausforderungen dieser Welt mit „Comand and Control“- Konzepten aus dem letzten Jahrhundert bewältigen? Sicherlich nicht! Immer effizienter, performanter und effektiver? Aber wie? Immer mehr Daten und Analysen? Mit welchem Ziel? Fakten, Fakten, Fakten! Auch das mehr an Fakten und Interpretationen hilft oftmals nicht. Der größte Fehler ist so Manches mal, Fehler vermeiden zu wollen. Vertrauen ins Gelingen lässt sich nicht durch Regeln ersetzen. Verregelung und Entmündigung als Konzepte in einer komplexen Welt- Erfolg versprechend? Dienst nach Vorschrift und Handbuch unterm Arm? Mit Altbewährtem, Vorgehensmodellen des letzten Jahrhunderts in einer Welt von Umbrüchen Erfolge erzielen- wie soll das funktionieren? Dynamik sieht anders aus.
Wie aber soll einen Mitarbeiter, Abteilungsleiter, Manager, ganze Organisationen, mit all den Umbrüchen fertig werden? Wie soll und kann erfolgreiches navigieren „funktionieren“?

Sind da nicht Ansätze jenseits eines „Höher, Schneller, Besser“ gefordert? Ansätze, die althergebrachtes Management in Frage stellt? Helfen da vielleicht auch Ansätze die sich mit Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung befassen?

Vor derartigen Überlegungen habe ich das Buch „Ihre Persönlichkeit“ von Christian Christ gelesen.

Kein Management Buch, jedoch ein Buch für Mitarbeiter und Manager, die Selbstreflektion als einen Schritt ihres Lebens sehen- und Leben ist privat und beruflich. Ein unkonventionelles, gut lesbares Buch, mit einer Reihe von Denkanstössen.

Meine Empfehlung: Lesen!

Thomas Stiegler

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Bewegungsprofile Entschlüsselbar- Empfehlenswerter Beitrag in Spiegel Online

1. April 2013 - 13:04 Uhr

Kurz gefasst: Anonymisierte Bewegungsdaten lassen sich unschwer entschlüsseln und Individuen zuordnen. Mathematik angewendet, Analyse fertig, Anonymisierung aufgehoben. Eine weitere Facette zu Big Data.

Thomas Stiegler

1. Artikel in Spiegel Online: “Smartphone-Studie: Das Märchen vom anonymen Bewegungsprofil”

2. Zum weiterlesen:
2.1. Hier auch der in Spiegel Online genannte Link zum Artikel im US-Fachblatt “Nature Scientific Reports”

2.2. Allgemeines zu Big Data im Blog

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Big Data- kündigt sich eine Revolution an?

10. Februar 2013 - 14:54 Uhr

Es wird mal wieder eine neue Sau durch das Dorf der Manager getrieben. Bücher Artikel, Veranstaltungen. Big Data ist kein entkommen (1). Bitkom, der Hightech Verband, widmet sich dem Thema ebenso wie Unternehmensberatungen und Anbieter von Softwarelösungen jeder Art. „Harvard Business Review“ vom Oktober befasst sich ausführlich mit dem Thema.

Andre McAffee und Erik Brynjolfsson sehen eine Management Revolution(2). Große Worte! Aber mal ehrlich: Was ist da neu, was ist da revolutionär?
Keine Frage, Auswertungsmöglichkeiten haben sich dramatisch verändert. Was also zeichnet gemäß McAffee und Brynjolfsson Big Data aus?

Drei Merkmale:
1. Volume- Datenvolumen nehmen mit Ihrer Geschwindigkeit zu.
2. Velocity- Oftmals ist die Entstehung der Daten und die Verarbeitung der Daten real-time oder zumindest extrem schnell
3. Variety- die Datenvielfalt ist extrem

Steht uns also eine weitere Management Revolution ins Haus, dieser drei Merkmale wegen?

„Shortly after the Big Data phenomenon took off, Mr. Davenport said, only half-joking, that he considered simply substituting the term “Big Data” for “analytics” for updated versions of his books.“, berichtet Steve Lohr (2) in einem Blogbeitrag der New York Times. Davenport ist Kenner des Themas Analyse (3).
Was ist wirklich neu und welche Auswirkungen auf Strategie und Management haben Daten, mögen es viele sein, mögen diese Daten schnell verfügbar und facettenreich sein ? Klar und bekannt ist doch längst, dass Fakten basiertes Denken und Handeln zu wirtschaftlich guten Ergebnissen führt, oder zumindest führen kann?

Herausforderungen
Durch Analyse umfassend verfügbarer Daten besteht enormes Potential zur Erhöhung von Produktivität und Effizienz. Die Dinge richtig zu machen, eine feine Aussteuerung von Aktivitäten wird so zur „Pflicht“ wirtschaftlichen Handelns. Zielführendes Analysieren, Einnehmen von geeigneten Betrachtungswinkeln und Auswertungen sind erforderlich um die richtigen Dinge zu machen. Klar also, dass auch unternehmerische Effektivität erhöht werden kann. Und Eile ist geboten: Ihr Wettbewerb ist da schon dran.

Lassen Sie uns also noch mal sortieren:

1. Fakten, Fakten, Fakten
Faktenorientierte, wirtschaftliche Entscheidungen führen zu besseren Ergebnissen als „Bauchentscheidungen“. Daten und Zahlen reichen hierzu nicht aus.

2. Analyse, Analyse, Analyse
Arbeiten zum Thema „Competing on Analyics“ (5) zeigen relevante Ansätze- die Herausforderung eines jeden Unternehmens ist dieses Themenfeld adäquat zu beackern.

3. Paralyse durch Analyse: Analysen führen nicht immer zu Entscheidungen,Umsetzungen und Erfolg. Manchmal führen Analysen auch zu Zaudern und Verzögerungen.

Bei steigendem Datenvolumen (Stichworte: ERP, Point of Sales Daten, RFID, Bewegungsdaten, Internt der Dinge),bei Analyse Tools mit den weiterreichenden Analysemöglichkeiten in Breite und Tiefe bei hoher Auswertungsperformance, verändert sich das Vorgehen. Ist das aber schon eine Revolution?

Fallen vermeiden
In jedem Fall bedarf es eines strategischen Bezugsrahmens. Der eigentliche Trick ist: Konzepte, Strategien und Taktiken mit Daten, Fakten und Informationen zu verknüpfen.
„Zahlenfriedhöfe werden seit Jahren beklagt- zu Recht. Rationale Entscheidungen erfordern Fakten und Analysen und dies ist ohne strategisch konzeptionellen Bezugsrahmen wertlos. Big Data kann zu einem sinnentleerten Phrase werden- und diese Falle gilt es in Unternehmen zu vermeiden.
Thomas Stiegler

Anmerkungen

1. Meine Anmerkung im Blog

2.Havard Business

3. STEVE LOHR in der NYT

4. Zu “Analyse” im Blog

5. ebd.

Zum Weiterlesen Zur Definition von Big Data

1. McKinsey Quarterly

2. Wikipedia

3. Bitkom

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Big Data

27. Januar 2013 - 14:42 Uhr

„Big Data“ hier, „Big Data“ dort- seit geraumer Zeit verfolgt mich „Big Data“, sowohl online, als auch offline- gerade so, als ob ich diesen Begriff in eine Abfrage „An ALLE“ gegossen hätte. Wenn Sie meine Gefühlslage verstehen wollen erinnern Sie sich an das letzte mal, als Sie wegen eines Preisvergleichs Waschmaschinen im Internet angeschaut haben und anschließend gnadenlos mit E-Mails bombardiert wurden und die Bannerwerbung Sie überall zu erwischen versucht – gnadenlos.

Thomas Stiegler

Zum Thema: Blogbeitrag

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Mangement in Stress Zeiten

6. August 2011 - 21:14 Uhr

Die sich aktuell andeutenden wirtschaftlichen Turbulenzen -ausgelöst durch die Schuldenkrise der westlichen Welt – stellt in vielen Unternehmen eine zentrale Herausforderung in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten dar.

„Vergessen Sie es: Ein zurück in ruhige, „normale“ Zeiten wird es nicht geben. Die Veränderungen sind viel zu tiefgreifend, viel zu rasant, als dass dies zu erwarten sein würde- Klimawandel, Energieversorgung, Wasserversorgung, Versorgung mit Nahrungsmitteln- ungelöste Themen von globalem Ausmaß.“ So schrieb ich am 10.03.2011 in Blog (1).

Management ist gefordert, gerade bei wirtschaftlichem Stress und in krisenhaften Zeiten. Darauf komme ich zurück. Stress für Unternehmen, Management und Mitarbeiter wird sich in Folge der Finanzkrise und den aktuellen Entwicklungen erhöhen. Strategien und Vorgehensmodelle die in die Zeit und zu den Unternehmen passen sind gefragt- mehr denn je.

Schon alles getan? Alles im Griff? Und wie sieht die Agenda Ihrer nächsten Meetings aus?

Thomas Stiegler

Zum Weiterlesen:
1. Brüche und Umbrüche
2. Konjunktur und Umbrüche
3. Strategische Orientierung

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Fakten, Analysen und Entscheidungen

17. Juni 2011 - 12:42 Uhr

Analyse und Analytik

Zahlenfriedhöfe werden seit Jahren beklagt- zu Recht. Komplexe Excel Sheets sind in der Controllergemeinde möglicherweise gut gelitten, in anderen Abteilungen allerdings häufig verpönt. Die Zeit der Zahlenfriedhöfe und der Excel Sheet-Komplexitäten ist bei weitem nicht vorbei- trotz ERP. Und: Evidence-based Management (EBM) mag auf dem Vormarsch sein- das Zeitalter des EBM ist jedoch mit Sicherheit noch nicht angebrochen.

Klar ist:
• die Anzahl verfügbarer Daten steigt permanent (Stichworte ERP, Point of Sales Daten, RFID)
• die Anzahl, Breite und Performance von Analyse Tools steigt ebenfalls
• und mit deren Hilfe sind große Datenvolumina auswertbar (Stichworte: DATA Warehouse, Software zur Nutzung statistischer Methoden)
• Aber: Bei vielen Unternehmen finden sich lediglich excelbasierte Controlling Reports im Einsatz. In solchen Fällen werden Analysepotentiale nicht hinreichend genutzt.

Vorschlag eines „Frameworks“

Egal unter welcher konzeptionellen Flagge wir segeln: Analyse von Daten, umfassende Analytikansätze haben bereits deutlich an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung wird weitergehen. Aber nicht jede Analyse ist relevant- Paralyse durch Analyse gilt es zu vermeiden, Entscheidungen sind erforderlich- häufig und schnell. Basierend auf relevanten Daten und Analysen. Erscheint trivial. Ist es aber nicht, wenn wir beispielsweise die Wirklichkeit in vielen Meetings reflektieren. Allzu oft laufen Diskussionen über Ansichten und vorgefertigte Argumente, manchmal über Glaubensbekenntnisse. Wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungsfindung sieht da anders aus.

Rationale Entscheidungen erfordern Fakten und Analysen

In ihrem Buch „Competing on Analytics“ spannen Davenport und Harris (Seite acht) eine Matrix auf, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Analytik in Unternehmen leisten können.
Die Achsen:
• „Wettbewerbsvorteil“ einerseits und
• „Grad der analytischen Intelligenz“ andererseits auf.
Und hier lassen sich Kategorien von „Standard Reports“ bis zu „Optimierungsmodelle“ einordnen.

Der Ansatz hat was: Er ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit in Einsatz befindlichen Analysen. Er hilft bestehende Ansätze zu gewichten und zu bewerten. Dieser Ansatz hilft Analyselücken zu identifizieren.

Eine Auseinandersetzung mit Analysen können zur Verbesserung von Entscheidungen beitragen.

Thomas Stiegler

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