Kategorie: IT


Kampf der Giganten- nächste Runde

17. Juni 2012 - 20:50 Uhr

Gerüchte, oder mehr?
Digitimes berichtete am 8. Juni von Plänen Microsofts einen eigenen Tablet PC zu vermarkten. Am gleichen Tag griff TechCrunch dieses Thema auf . Also: Wieder ein “strategischer Move” eines Giganten?
Die New York Times erwartet am kommenden Montag mehr zum Thema “Microsoft Is Expected to Introduce a Tablet” .
Geht der “Kampf der Giganten” in eine neue Runde?

Thomas Stiegler

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Kampf der Giganten

13. Februar 2012 - 07:14 Uhr

Jetzt kommt Google mit Neuem um´s Eck. Die New York Times berichtet: “Google is developing a home entertainment device, according to people with knowledge of the company’s plans, in a move that would bring it more broadly into consumer electronics.“ Der strategische Kontext scheint klar: “Google’s larger goal, a person closely tied to the project said, was to connect everything in the home to the Internet, including light bulbs, speakers and TV sets”, so die New York Times.

Auf der Cebit wird dieser weitere Schachzug im Kampf der Giganten die Gespräche beflügeln, zeigt es doch, dass Google nach dem Einstieg in den Hardware Mobilitätsmarkt (Motorola) weiteres vor hat. Wie weit sich Google in Hardwarewelten tatsächlich begeben wird, werden wir sehen. Und ebenso werden wir sehen, ob diese strategisch motivierten Schritte Erfolg bringen.

Klar ist: Es geht Google um nicht weniger als um den Aus und Aufbau eines Ecosystems. Ziel: Gewinne in riesigen Zukunftsmärkten in und um´s Internet. Es ist ein klarer Angriff auf Amazon und Apple. Diese beiden haben bereits vor geraumer Zeit ihre Reichweite ausgedehnt:
„ Amazon, which began as a retailer, now makes reading devices. Apple, which originally produced only hardware, now sells content.“, so die New York Times.

Produkt und Serviceinnovationen, Innovationen von Geschäftsmodellen, Wachstum aber auch Schrumpfen ganzer Industrien, Umbrüche von regionalen und globalen Ausmaß sind Regel und nicht Ausnahme der Wirtschaftentwicklung auf unserem Globus.

Branchengrenzen verlieren an Bedeutung, neue Wettbewerber entstehen. Dies ist allemal eine Gefahr für etablierte Unternehmen einer Industrie- und nicht nur in der ITK Industrie.

Thomas Stiegler

Zum Vertiefen: Michael Porter hat mit seinem 5 Forces Modell (Siehe die Zusammenfassung in Wikipedia , bzw den Artikel von Porter )
einen Analyserahmen formuliert, den heranzuziehen sich lohnt, immer und immer wieder.

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Was bringt die CEBIT 2012

5. Februar 2012 - 16:12 Uhr

Vor fast zwei Jahren schrieb ich auf diesem Blog zur CEBIT 2010:

„Alles wird überlagert sein: Es findet ein Kampf der Giganten statt. Google kämpft gegen die alten Kämpen. Apple sucht allem Anschein nach eine umfassendere Rolle. Amazon spielt mit und Microsoft sucht nach wie vor eine Rolle im Web. Es geht um Geschäftsmöglichkeiten im Web. Es geht um die Ausgestaltung der zukünftigen Netzstrukturen. Es geht um sehr unterschiedliche Konzepte zur weiteren Gestaltung der zukünftigen IT Welten.“

Entschieden? Eher nicht!

Ach ja, Facebook hatte ich nicht erwähnt, zumindest nicht hinreichend und Twitter auch nicht- auf der CEBIT ist die Präsenz dieser Kandidaten aber auch eher gering.

Zeigt wieder einmal: Eine zu Enge Sicht verschließt den Blick in die Zukunft.

Thomas Stiegler

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IT Industrie offenbar mit weiterem Umbruch

18. August 2011 - 22:51 Uhr

Die Geschwindigkeit der Umbrüche in der IT Industrie ist faszinierend:
War noch vor wenigen Tagen Google mit der Entscheidung Motorola´s Mobile Business zu übernehmen in den Schlagzeilen, meldet sich mit HP eine (für diese Industrie) betagte Firma im Informationszirkus dieser Industrie an.
“Hewlett-Packard said on Thursday that it was considering spinning off its personal computer business into a separate company and was in talks to acquire Autonomy, a business software maker”, so die New York Times.

Diese Umbrüche signaliseren auch eine Fokussierung auf zukunftsträchtige Geschäft. Für HP scheinen das Cloud Services zu sein. Fokussierung heisst auch Verzicht: Für HP offenbar der Verzicht auf das PC nahe Geschäft. Von diesem Ansatz können andere Brachen sicherlich lernen. Klar: Ein anderes Unternehmen, nämlich Apple ging in die Vorlage und wurde zur wertvollsten Firma- weltweit.

Wie schätzen Sie das ein? Lässt sich etwas für Ihre Branche lernen?

Thomas Stiegler

Zum Weiterlesen:
Bloomberg “>Bloomberg

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Reisebericht

2. Juni 2011 - 14:01 Uhr

Jetzt ist es nicht mehr zu Übersehen: Streifen Sie einmal durch einen Zug der gefüllt oder überfüllt mit Geschäftsreisenden ist: Die Anteil der Tablets ist bemerkenswert. Schauen Sie sich auf Flughäfen in den Wartebereichen und während der Flüge in den Flugzeugen um: Gleiches Bild. Tablets sind das derzeitige „Must Have“ aus dem Spielzeugladen für Erwachsene. Und wir wissen: Der Marktanteil von Apple ist gut 70 % , den Rest teilen sich die anderen – derzeit.

Auf der Computex in Taipeh (weltweit zweitgrößte Messe der IT Industrie) sind derzeit Neuigkeiten zu bewundern. Auch dieses Jahr ist die iPad Konkurrenz eines der zentralen Themen auf der Messe.
Die Aufholjagd hat längst begonnen, ohne deutliche Marktanteilsverschiebungen. Die Schlacht der IT Industrie wird zudem in anderen Dimensionen geschlagen. Auch bei Tablets geht es längst nicht nur um „ Hardware“ . In der IT Industrie geht der Kampf um Plattformen und umfassende Strategien. Apple bereitet den Gerüchten und Erwartungen zu Folge bereits nächste Schritte vor viele der Tablet Newcomer haben dem nichts entgegen zusetzen.

Die Tablets sind bereits jetzt fester Bestandteil der mobilen Kommunikation. Die privaten und geschäftlichen Nutzungen verschwimmen. Beide Trends werden sich weiter verstärken.

Thomas Stiegler

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Information und Wettbewerb

10. Mai 2011 - 13:11 Uhr

In einer Vielzahl von Unternehmen schlagen sich Manager mit Excel basierten Reports herum- Reports, die zu spät zur Steuerung kommen und mit zu wenig analytischer Schärfe auszukommen versuchen. Andere Firmen starten durch.

Exponentielles Wachstum an Daten

In vielen Unternehmen wachsen die Daten exponentiell, und zwar aus vielfältigen Quellen: ERP-Systeme, Plant Information Management Systeme, Point of Sales, RFID, etc. Da sind Reporting- und Analysetools auf den Markt und neue kommen hinzu, mit deren Hilfe große Datenvolumina auswertbar sind. Beipiele: Data Warehouse, Software zur Nutzung statistischer Methoden, oder die aktuelle „SAP IN-MEMORY COMPUTING“ Initiative. Die informationsbasierte Wirtschaft kommt voran.

Der Nutzen des IT Einsatzes für Profitabilität und Steuerungsfähigkeit von Unternehmen liegt auf der Hand (Siehe auch auch den Blogbeitrag „Gute Unternehmensführung“ ) setzt aber klare Strategien und die Ausrichtung und Abstimmung des Informationswesens mit diesen Strategien voraus. Dies klingt trivial, ist in der Praxis aber häufig nicht der Fall.

Verstaubte Instrumente

Die informationsbasierte Wirtschaft kommt voran, dies gilt aber nicht für alle Akteure gleichermaßen. So manches Führungskonzept, so manche Strategie, so manches Geschäftsmodell, so manches Controlling Konzept wirken recht antiquiert.

Manch ein Unternehmen wäre gut beraten in neue und dem Informationszeitalter angemessene „Business Analytics“ Ansätze zu investieren. Bestehendes gehört unvoreingenommen auf den Prüfstand.

Information als Instrument im Wettbewerb

In ihrem Buch „Competing on Analytics“ spannen Davenport und Harris (Seite acht) eine Matrix mit den Achsen „Wettbewerbsvorteil“ einerseits und „Grad der Intelligenz“ andererseits auf. Sie ordnen Instrumente von „Standard Reports“ bis zu „Optimierungsmodelle“ ein.

Der Ansatz hat was: Er ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit in Einsatz befindlichen Analyseinstrumenten und schärft den Blick für die Bedeutung von Analyseinstrumenten im Wettbewerb.

Thomas Stiegler

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Gute Unternehmensführung…

26. April 2011 - 20:53 Uhr

… ohne IT nicht denkbar

IT-gestützte Abwicklungen, automatisierte Prozesse, IT gestützte oder gar basierte Geschäftsmodelle, automatisch erzeugte Daten: Das ist aus unserer Wettbewerbswirtschaft nicht mehr weg zu denken. Längst hat sich Analyse und Analytik als Wettbewerbsdimension etabliert, von einigen erkannt und bewusst vorangetrieben, von einigen akzeptiert, von anderen lediglich und leidlich zur Kenntnis genommen.
Hier ist das Ende der Reise bei weitem noch nicht erreicht: Die Bedeutung von Daten und Informationen nimmt weiter zu, die Auswertungs- und damit Nutzungsmöglichkeiten ebenso. Der Handlungsdruck ist klar: Unternehmen, die in ihren Analysen nicht in die Spur kommen, drohen unter die Räder der Wettbewerber zu geraten.

Daten und Informationen sind kein Selbstzweck. Sie dienen Zielen ansonsten sind sie nutzlos. Die Entwicklung aber von Unternehmenszielen sind Denkkategorien und Handlungsdimensionen der obersten Führungsebene von Unternehmen. Dies gilt gleichermaßen für Geschäftsstrategien und Reflexion incl. Entscheidung über Geschäftsmodelle. Die Verantwortung hierfür ist nicht delegierbar.
Gute Unternehmensführung braucht Informationen, dies ist ohne IT nicht denkbar.

Informationen und Analytik: Performance vorantreiben

Es deutet also vieles auf „Change“ hin, denn in der Praxis ist oftmals zu beobachten, dass Austaktung und Synchronisation von Strategie, Organisation und IT- Unterstützung unzureichend sind. Die Folge: Potentiale werden nicht ausgeschöpft.
In diesem Zusammenhang von hoher Relevanz: Eine Studie von Erik Brynjolfsson und Lorin Hitt (1). Diese Studie befasst sich mit dem IT Einsatz in Unternehmen und den damit einher gehenden Produktivitätsentwicklungen. Zentrale Unterscheidung der Studie: Unternehmen mit konsequentem IT Einsatz einerseits, Unternehmen mit verhaltenem IT Einsatz andererseits.

Die Ergebnisse der Studie lassen sich in drei Punkte zusammenfassen:
1. Die Verbreitung bestimmter Vorgehensweisen waren in Unternehmen mit „konsequentem IT-Einsatz“ deutlich größer als in Vergleichsfirmen (hierauf komme ich in einem späteren Blogbeitrag zurück)
2. Korrespondierend: Deutliche Vorsprünge bei Produktivität, Firmenwert und Performance
3. Unternehmen, die Investitionen in IT-Entwicklung und Organisationsentwicklung gleichermaßen vornahmen, erzielten weit bessere Resultate als Vergleichsfirmen, die sich auf eine der Investmentart beschränkten.
Nicht wirklich überraschend, dennoch häufig ausgeblendet: IT-Investitionen und Investitionen in Organisationen sind komplementäre Investitionen. Es macht eben wenig Sinn in IT oder Organisation zu investierten- die Investitionen müssen ausgetaktet werden- in beiden dieser Investmentopportunitäten.

Dies geht aber nicht ohne Klarheit über Unternehmensausrichtung und Unternehmensziele. Die sinnvolle Rollenbestimmung von IT setzt diese Klarheit voraus.

Erfolg durch Strategische Ausrichtung, Organisatorisch abgesichert und durch IT Unterstützt.

Unternehmensstrategie und Unternehmensausrichtung sind essentielle Voraussetzung für eine IT-Strategie. Ist aber die Unternehmensstrategie klar und verständlich formuliert? Korrespondiert die IT Strategie bereits mit der Unternehmensstrategie?

(1) Erik Brynjolfsson und Adam Saunders haben sich in dem Buch „Wired for Innovation“ systematisch mit den Produktivitätseffekten des IT Einsatzes befasst. Für die Autoren ist klar, dass sich unsere Wirtschaft konsequent und nachhaltig verändern wird- mit It als zentralem Enabler. Dieses Buch liefert CIOs eine umfassende Argumentation für höhere Investments in IT- und zwar aus einer “anderen” Perspektive. So wundert es nicht, dass Leo Apotheker, damals noch CEO von SAP das Buch mit den Worten kommentierte: „This is the scientific IT productivity report that CIOs have been waiting for“

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