Kategorie: Konjunktur


Optimismus hat Konjunktur: Konjunkturoptimismus überall

2. Februar 2014 - 17:58 Uhr

Die Konjunktur läuft rund. Das ist der Grundtenor der Ausblicke im Januar.

Beispiel Ifo Geschäftsklimaindex: Der Ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar abermals gestiegen. „Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf waren fast drei Jahre lang nicht mehr so optimistisch wie heute. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsfroh ins neue Jahr“, so Prof. Sinn in der Pressmitteilung am 27.1.2014.

Die leicht erhöhte Kredithürde des Januar lässt sich da leicht verkraften: „Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist nach dem historischen Tiefstand im Vormonat wieder leicht gestiegen.“ (Pressemitteilung vom 31.1.2014).

Und die Konsumenten? Die Konsumenten sind bei bester Kauflaune: Die Erwartung auf weiter hin gute Konjunktur und Einkommen lässt den Geldbeutel locker sitzen: Die Anschaffungsneigung ist hoch, die Sparneigung gering (Gfk am 29.1.2014 in der Veröffentlichung des Konsumklimaindexes).

Nichts ist risikofrei, auch die konjukturelle Entwicklung nicht (Eurokrise , Wachstumsschwäche in China, Weltweit niedrige Zinsen mit der Gefahr der Bubblebildung ).

Trotzdem: Vieles spricht dafür, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 2014 positiv verlaufen wird.

Das ist allerdings nur eine Betrachtung mit dem Blickwinkel Konjunktur….

Thomas Stiegler

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Reichlich gedeckte Gabentische

11. Januar 2014 - 11:06 Uhr

Liebe Leser,

Reichlich gedeckte Gabentische zu Weihnachten 2013, gute Kauflaune und Geldgeschenke, die einen exzellenten Start des Einzelhandels in das Jahr 2014 Januargeschäfte versprechen. Und das wird so weiter gehen: Die GFK berichtet von „Konsumlust auf einem außerordentlich hohen Niveau“ (1) Die Konjunktur läuft gut in Deutschland- das zeigt der ifo Geschäftsklima- Index. (2)

Finanzkrise: Überwunden. Eurokrise: Nicht mehr auf der Agenda. Umbrüche: Kein Thema. Wenn diese Sicht nicht zu kurz greift…..

Ihnen allen Wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2014.
Herzlichen Dank für die zahlreichen Diskussionen zu meinen Blogbeiträgen die ich mit Ihnen führen durfte.

Mit besten Grüßen aus Berlin

Thomas Stiegler

(1) Konsumklima steigt weiter

(2) Ifo- Geschöftsklimaindex

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Wolken verzogen?

13. Januar 2013 - 13:17 Uhr

Mitnichten.

Einige Indikatoren geben Anlass für konjunkturellen Optimismus, z.B. der ifo -Geschäftsklimaindex von Dezember. (1).

Das ist gut so. Und trotzdem: Vorsicht!

Ziehen da nicht neue Wolken auf?
• An der Eurowetterfront herrscht derzeit Ruhe. Aber: Ist die Eurokrise wirklich schon überwunden? Naja, wohl nicht.
• Die USA haben die Fiscal Cliff erst einmal umschifft. Aber klar ist: Die Haushaltskrise der USA ist nicht überwunden. Die nächste Runde wird in wenigen Wochen eingeläutet (2).

Die Wachstumsrate in China zeigt sich stabil- wie lange? Das Wachstum scheint 2012 hinter den Prognosen der Weltbank zurück geblieben zu sein. Die Risiken sind erheblich, dass Eurokrise und Haushaltsprobleme der USA sich auch auf die chinesische Wirtschaftsentwicklung auswirken.

Für Unternehmen heisst das: Agilität und Anpassungsfähigkeit erhöhen. Risikomanagement verbessern. Massnahmen natürlich strategisch und zukunftsorientiert ausrichten.

Thomas Stiegler
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Anmerkung und zum Weiterlesen

(1) „Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist erneut gestiegen. Die Firmen bewerten ihre aktuelle Lage zwar etwas weniger günstig als im Vormonat. Jedoch hat der Pessimismus bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung deutlich abgenommen.“

(2) Richard Thaler kommentiert aktuell in der NYT die verworrene Verhandlungslage zwischen Republikanern und Demokraten- er ist laut Wikepedia vom heutigen Tag ein einer der weltweit führenden Verhaltensökonomen: “Above the Debt Ceiling, Boehner Might Find a Blue Sky”

(3) Im Juni 2012 senkte die Weltbank ihre Prognosen – auf 8,2 % dieser Wert wurde laut China Daily mit 7,7% nicht erreicht. Der Erwartungswert Chinesischen Behörden ist damit jedoch übertroffen.

(4) Entwicklung China
Die Fertigungsindustrie befindet sich auf einem Wachstumspfad Die NYT schreibt: „An important gauge of China’s giant manufacturing sector published Tuesday showed a third successive month of expansion in December and underlined the view that the world’s second-largest economy has settled into a mild rebound that is likely to extend into 2013.“

Dies entspricht auch den Medlungen in China Daily: „China’s manufacturing business recovery maintained a steady pace in December, further consolidating a solid base for the economic recovery.“

(5) Weitere Blogbeiträge zum Thema:
Konjunktur Überraschung
Krise oder Was?
Krise oder was?- Fortsetzung
Mild Recession

Thomas Stiegler

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Krise oder was- Fortsetzung*

12. August 2012 - 16:19 Uhr

Einbrechende Exportdynamik Chinas
Die Wachstumsraten der Exporte Chinas sind im Juli eingebrochen- mehr als erwartet (1). „China’s trade surplus will continue to narrow in August, as export growth is likely to stay low, according to a report issued by the Financial Research Center of Bank of Communications.“ , so zu lesen in China Daily (2). Diese Entwicklung wird also weiter gehen. Die Ursache ist klar und schnell beschrieben: Die Gefahr einer Rezession in Europa gepaart mit verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklungen in den USA und einer weiterhin schwächelnden japanischen Konjunktur macht den Exporteuren Chinas zu schaffen.

Globale Abwärtsspirale
Aber auch die Importe schwächeln. „Imports, too, disappointed, with an increase of 4.7 percent, underscoring that domestic demand had not been buoyed as much as hoped by efforts to foster bank lending and infrastructure work.“ (3) Das trifft Exporteure, dies wird an konjunkturellen Entwicklung aller exportorientierten Nationen- Deutschland inclusive- nicht spurlos vorbei ziehen. Der ifo Geschäftsklimaindex vom Juli Zeigt deutliche Bremsspuren und wohl nicht nur der Verschuldungskrise in Europa wegen (4).

Die chinesische Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Die Reaktionen von Peking auf die aktuelle Entschleunigung der wirtschaftlichen Dynamik hat globalen Einfluß. „One can be optimistic about China for the long term and still be fearful for the next turn in its business cycle.“

Thomas Stiegler

*) Fortsetzung eines “>Blogbeitrages

1. China Daily : „Chinese Export Growth Tumbles” China’s July exports slow sharply“

New York Times: „Chinese Export Growth Tumbles“

Manager Magazin „Chinas Exportmotor stottert gewaltig“

2. China Daily: “China’s trade surplus to narrow in August”

3. „Chinese Export Growth Tumbles“

4. Konjunktur Überraschung

5. Tyler Cowen, Professor of economics at George Mason University in der New York Times

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Konjunktur Überraschung?

12. August 2012 - 14:42 Uhr

Es ziehen Wolken auf. Der ifo Geschäftsklimaindex fällt im Juli weiter. “Die Eurokrise belastet zunehmend die Konjunktur in Deutschland”, so Prof. Sinn. Wenig überraschend.

Thomas Stiegler

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Unsicherheiten

17. Juni 2012 - 19:55 Uhr

Unsicherheiten bezüglich des Euros. Der Optimismus in Deutschland geht nach Phasen des Überschwangs deutlich zurück, gemessen am Ifo Geschäftsklima Index. In knappen Worten: „ Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Mai stark gefallen. Die Einschätzung der aktuellen Lage wurde deutlich zurückgenommen. Die Geschäftslage befindet sich aber immer noch oberhalb des langfristigen Durchschnitts. Die zukünftige Entwicklung wird von den Unternehmen pessimistischer beurteilt. Die deutsche Wirtschaft steht unter dem Eindruck der in letzter Zeit gestiegenen Unsicherheit im Euroraum.“

Steht Ihr Plan für Abschwungszeiten? Oder sehen Sie den Stimmungswandel lediglich als einen „Ausrutscher“?

Thomas Stiegler

Thomas Stiegler

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Welt im Wandel: China joins coffee club

15. April 2012 - 13:18 Uhr

Drink und Essensgewohnheiten sind ein interessantes Indiz. Tradierte Verhaltensweisen sind im Umbruch.

Beispiel Kaffee: Die Popularität von Kaffee nimmt in China zu. Ideologischer Ballast: Vergangenheit!

Die Kaffee Trinkgewohnheiten sind sicherlich nebensächlich -die internationalen Lebensmittelmärkte sind in ganz anderer Dimension im Umbruche. So beschaffte Beispielsweise China kürzlich erstmals Getreide aus der Ukraine.

Wichtiger noch: „In 2011, China imported agricultural products worth nearly $95 billion, compared with just $12 billion in 2001. The 2011 figures also represented 30 percent year-on-year growth, according to the Ministry of Agriculture.“ (so China Daily) – ein deutlicher Strukturbruch.

Auch kurzfristig haben die Nahrungsmittelmärkte erheblichen Einfluss soziale und wirtschaftliche Entwicklungen. Dies trifft derzeit die chinesische Wirtschaft in Form von inflationären Tendenzen.

„Food prices, which account for nearly one-third of the weighting in the calculation of China’s CPI, increased 7.5 percent last month from one year earlier.“ Inflationärer Schub, bei gleichzeitig erwarteter Abschwächung des Wachstums.

Thomas Stiegler

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Mild Recession- ohne uns! Sicher?

26. Februar 2012 - 18:33 Uhr

Da deutet sich eine Stagnation der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa an (1), da steigen die Steuereinnahmen in Deutschland nur wegen eines Sondereffektes- die wirtschaftlichen Aktivitäten gingen im Vorfelde zurück (2), da warnt die Weltbank vor einem China Crash (3) – die Eurokrise ist auch noch nicht überwunden- und dann das:
„Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Februar verbessert. Die Unternehmen berichten häufiger als im Januar von einer guten Geschäftslage. Ihre Geschäftserwartungen sind das vierte Mal in Folge zuversichtlicher. Die deutsche Konjunktur wird derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen“ (4)

Ist die Abkopplung gelungen?

Thomas Stiegler

Anmerkungen und Vertiefungen

1. Zwischenprognose der Europäischen Komission. „Die neueste Zwischenprognose der Europäischen Kommission wurde am 23. Februar vorgestellt und deutet auf eine Stagnation der Wirtschaft in der EU insgesamt und eine leichte Rezession im Euroraum hin..“ So ist es der Website der Europäischen Komission zu entnehmen.
Die New York Times berichtet zum Thema ausführlich:
„The euro zone economy as a whole will probably shrink 0.3 percent in 2012, the commission said. Last November, it had forecast growth of 0.5 percent.“

2. Steuerentwicklung Deutschland

3.„China Crash“

4. Konjunkturerwartungen

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Gute Stimmung

31. Januar 2012 - 06:49 Uhr

Schwingt da erstaunen bei Prof. Sinn mit ? „Die deutsche Wirtschaft startet mit Elan ins neue Jahr“ . „Zwar ist die derzeitige Geschäftslage der Unternehmen etwas weniger gut als im Dezember. Aber die Geschäftserwartungen haben sich merklich aufgehellt.“

„Euro-Krise, hohe Staatsschulden, Rezessionsgefahr – die wirtschaftliche Lage ist 2012 von großer Ungewissheit geprägt.“, so fasst die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC eine internationale Umfrage unter CEOs zusammen.
Die Stimmung der CEOs indessen ist deutlich besser. Für die eigenen Unternehmen sehen 27 % der westeuropäischen Firmenchefs Umsatzwachstum. Auffallend: Die deutschen CEO´s sind optimistischer: 47 % rechnen mit Umsatzwachstum.

Beide Umfrageergebnisse lassen positive Entwicklungen für das laufende Jahr wahrscheinlich erscheinen. Autosuggestion oder ausgewogene und realistische Erwartung? Auf alle Fälle liegen diese Ergebnisse in Linie mit einigen Dezember Einschätzungen.

Thomas Stiegler

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Kredithürde sinkt im November

4. Dezember 2011 - 16:11 Uhr

Euro Krise hin, Schulden Krise her. Unklarheit bezüglich erforderlicher Lösungen dieser Krisen. Einbruch der Wachstumsraten in China. Teilweise düstere Konjunkturprognosen.

Und in dieser Lage:

„Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im November leicht gesunken, nachdem sie zuvor zwei Monate in Folge gestiegen war,” so meldete in der vergangenen Woche das Ifo Institut. Die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen bleiben also günstig.

Erfreulich- ohne Frage. Wie lange noch? Die Rahmenbedingungen werden eher schwieriger- haben Sie daran Zweifel?

Thomas Stiegler

Siehe auch “Über das Pfeifen im Wald”

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