Kategorie: Kosten


Sparsamkeit

25. Mai 2010 - 18:59 Uhr

Kostensparen ist angesagt: Keine Frage und mit Sicherheit eine permanente Aufgabe -eine Aufgabe also, die natürlich nicht nur in Krisenzeiten wahrgenommen werden muss.

Doch bei allem Verständnis für „symbolische Akte“ bleiben manche Ansätze im Sumpf von Albernheiten stecken. Ich denke mit Amüsement an eine Szene zurück, als ein Manager, Mitglied der Geschäftsleitung, stolz aus dem Executive Committee berichtete: Es sei beschlossen worden, die Zeiten der Büromittelausgabe zu verkürzen und zudem die Anzahl der Bleistifte – ja es war in den 80er Jahren – und der Schreibblöcke – auch das ein Zeichen der Zeit -, die pro Termin bei der Büromittelausgabe abgerufen werden konnte, deutlich zu reduzieren. Wo liegt eigentlich Schilda?

Bleistifte gegen eine Ergebniskrise: Das ist super. Nein, symbolische Akte sind nicht nur in Ordnung, sie sind erforderlich. Es macht absolut Sinn, wenn Repräsentationsaufwendungen gesenkt werden. Und auch Business Class ist bei Leibe nicht immer erforderlich. Doch es sind und bleiben symbolische Akte. Die Anzahl der mit solchen Maßnahmen geretteten Firmen dürfte übersichtlich sein und bleiben. Der Mindset indessen ist von Bedeutung – und daraus wächst die Kraft.

Haben Sie ein Kostensenkungsprogramm in Ihrer Firma? Eins oder mehrere? Und wie sind die Erfolge? Werden die Themen ernst genommen? Haben Sie auch an solche Themen gedacht?

Interne Kommunikationskosten

Meeting: Was kostet ein Meeting? Und dazu gehört natürlich auch: Was sind die Nutzen/Erträge des Meetings? In erster Linie meine ich aber die Kosten pro Teilnehmer. Sind tatsächlich alle Teilnehmer erforderlich? Für die ganze Zeit? Sind die Vorbereitungen adäquat? Stimmen die Nachbereitungen? Werden die Ergebnisse adäquat kommuniziert? Sind also, zusammenfassend gefragt, Ihre Meetings effizient und effektiv? Ich bin allerdings ein Fan von Meetings und darum nun anders herum gefragt: Haben Sie genug Meetings in Ihrem Unternehmen? Gibt es Regelmeetings und sind die Erwartungen klar? Auch bei den Teilnehmern: Weiß jede und jeder welche Verantwortung ihr oder Iim im Rahmen des Meetings zukommt?

Mail: Was kostet eine Mail? Und natürlich auch: Was sind die Nutzen/Erträge einer Mail? Hier denke ich an die Kosten pro Teilnehmer: Sind die Verteiler richtig gewählt? Wie ist die „Kultur“ des Schreibens und Lesens? Wird schnell und gründlich genug per Mail kommuniziert?

Raucherecke/ Kaffeeküche: Mal ehrlich: Dahin gehen Sie doch nicht, um alleine zu sein. Sie gehen dahin, um zu reden, zu streiten und Lösungen vorzubereiten. Also: Sie diskutieren und entwickeln Gedanken. Sie debattieren und bereiten Entscheidungen vor. Ich als Nichtraucher ging in der Vergangenheit häufig in Raucherecken. Zugegeben: In Kaffeeküchen ging ich auch des heißen, kalorienarmen Getränkes – übrigens mit Koffein- wegen. Und hierbei kam die Kommunikation nie zu kurz.
Themen erledigt bekommen: Das erfordert verschiedene Wege. Wahrscheinlich heißt die modernen Form der Raucherecke Facebook, XING oder irgendwie so. Also: Kosten und Erträge der Raucherecke sind zu hinterfragen.

Thomas Stiegler

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