Strategische Ausrichtung wichtiger als kurzfristige Aktionen

Montag, 27.09.2010 - 15:44 Uhr

Vorausschau 2011

Stehen die Eckwerte Ihrer Planung für 2011? Kommt die Budgetierung voran? Sind die wesentlichen Projekte geplant? Haben Sie begonnen, Ihre Agenda 2011 zu schreiben? Sind Sie im Zeitplan? Haben Sie die Gremiensitzungen schon terminiert?

Vorausschau 2011 – und das alles bei unklaren Rahmenbedingungen: Der Tanz der diffusen Signale geht weiter, ohne Unterlass. Mit Sicherheit auch 2011. Dies ist konjunkturellen und strukturellen (Stichwort Globalisierung) Themen geschuldet.

Die Teilnehmer der Finanz- und Kapitalmärkte neigen zu einem Verhalten, das dem von Herden nicht unähnlich ist: Einmal laufen alle in eine Richtung, und dann wieder in eine andere. Der Richtungswechsel ist real und hat Auswirkungen. Häufig ist er aber nicht vorhersehbar oder gar zu verstehen, da nicht durch Fakten getrieben. Auch das wird uns 2011 befassen.

Realwirtschaft

Realwirtschaft funktioniert ein wenig anders.

Für börsennotierte Gesellschaften ist das ein Problem, für andere weniger – aber alle Unternehmungen stehen in diesem Konfliktfeld. Denn beide Sphären sind verknüpft.

Eine überzogene Orientierung an den Finanz- und Kapitalmärkten gepaart mit den kurzfristigen Ergebnisanforderungen erschwert mittelfristige und langfristige Erfolge. Und damit meine ich vor allem die Quartalsdenke: also den Zwang, im Quartalsrhythmus Ergebnisse vorweisen zu wollen oder zu müssen. Für alle Unternehmen ist es aber wichtig, Ideen, Konzepte und Vorgehen zu entwickeln, um die Zukunft zu gewinnen.

Hier setzen Plan, Budget, zentrale Projekte und Agenda-Setting an – häufig im letzten Tertial eines Jahres. Mit der Arbeit an diesen Themen widmen Sie und Ihre Organisationen Ihrer Zukunft Zeit. Das sollte nicht zu einer Excel-Fingerübung verkommen. Es geht um mehr als konsistente Tabellen und Zahlen.

Was heißt das?

Unternehmenserfolg lässt sich nicht operativ gewinnen. Effizienz alleine reicht nicht. Unternehmenserfolg setzt strategische Orientierung voraus. Die Herausforderung ist also, Unternehmen richtig aufzustellen im operativen und strategischen Sinne – und das nicht nur in Umbruchzeiten, aber auch in diesen.

Es gilt, die Zeit zu nutzen. Und das positive Geschäftsklima darf nicht darüber hinweg täuschen: Es gibt noch genug zu erledigen.

• Welche Glieder und Bereiche Ihrer Wertschöpfungskette stehen im Fokus? Ist die Fertigungstiefe für heute und morgen auf dem „richtigen“ Niveau? Sollte Insourcing oder Outsourcing forciert werden? Haben Sie das Produktportfolio bereinigt und auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet? Gilt es, Serviceleistungen auszuweiten?
• Ist Ihre Wachstumsstrategie ausformuliert und muss mit Maßnahmen 2011 unterlegt werden? Ist eine regionale Expansion angesagt? Soll Wachstum in angestammten Märkten erfolgen? Wie?
• Wie lässt sich die Effizienz der Fertigung weiter steigern?
• Sind die Herausforderungen ohne weitere Investitionen in IT zu lösen?
• Welche Strategien für Training und Ausbildung sollen und müssen zum Einsatz kommen? Wie muss sich die Organisation weiter entwickeln, um ihre Zukunftsfähigkeit zu erhöhen?
• Gilt es, in den Vertrieb zu investieren? Sind Kostensenkungsprogramme angedacht?
• Finanzierung: Wie sieht es 2011 aus mit Finanzierungsbedarfen? Welche Rolle werden Working Capital Management und Forderungsmanagement spielen (das sind ja sicherlich Dauerbrenner)?

Und darüber hinaus: Ist das Risikomanagement auf dem gewünschten und erforderlichen Stand? Ist allen Mitarbeitern in der Organisation die strategische Ausrichtung bekannt? Ist sie auch allen bewusst? Haben Sie die aktuellen Ziele kommuniziert und die Kommunikation der Ziele 2011 terminiert?

Was steht auf Ihrer Agenda für das laufende Jahr? Was steht bei Ihnen auf der Agenda für 2011?

Zum Weiterlesen:

1. Tanz der diffusen Signale
2. Aktuelles zur Konjunktur
3. Unsicherheiten auf den Finanz und Kapitalmärkten
4. Globalisierung

Kategorie: Finanzierung, Strategie, Working Capital Kommentieren »


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