Kennen Sie……

Mittwoch, 03.11.2010 - 15:59 Uhr

…..Quanta, Compal oder Wistron? Dann sind Sie Brancheninsider. Sie kennen sich in der IT Industrie aus: Bei diesen Firmen handelt es sich um IT Equipment Fertiger von gigantischer Größe. Vermarktet werden diese Produkte von Firmen wie HP, Acer, Dell und Co.

Laut CRN.de stammen ca 90 % der weltweiten Notebook Produktion aus den Fabriken von 7 taiwanesischer Unternehmen mit Produktionsschwerpunkt in China- eine seit Jahren nahezu stabile Situation.
Übrigens, Quanta fertigt 60 Mio, Compal 56 Mio und Wistron 36 Mio Notebooks pro Jahr- das sind mehr als 75 % der gesamten Jahresproduktion von ca 200 Mio Einheiten.

Wie kam es zu dieser Aufgabenverteilung? Die Supply Chain in der IT Industrie hat sich Zug um Zug und dennoch radikal geändert. Integrierte Herstell- und Vertriebsunternehmen lagerten Aufgaben, Tätigkeiten und Verantwortungen aus. Auftragsfertiger wurden zu Partnern, die Komplexes bewerkstelligen: Research & Development, Produktentwicklung, Beschaffung von Vorprodukten, Produktion und Assemblierung. Fehlen noch Vermarktung und Distribution- die befindet sich schwerpunktmäßig in den Händen der „Etablierten“ der Branche. Ausnahmen: Acer und ASUS. Die vormals integrierten PC und Notebook Firmen (HP & Co) sind in diesem Spiel vorwiegend Vermarkter im umfassenden Sinne, durchaus Impulsgeber, vielleicht auch mit Research & Development oder auch Produktentwicklung befasst. Bei dieser Transformation der Supply Chain wanderte viel Know How zu den Fertigern, nicht nur Fertigungsknow How.

Ist die Transformation der Supply Chain in der PC und Notebook Industrie ein „Master“ auch für andere Industrien? Sehen Sie solche Tendenzen in Ihrer Industrie? Welche Auswirkungen hat diese Überlegung für Ihr Unternehmen? Wie gestalten Sie unter strategischen Gesichtpunkten Ihre Supply Chain?

Thomas Stiegler

Kategorie: Asien, Globalisierung, Innovation, Supply Chain, Weltwirtschaft Kommentieren »

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