Verschwörung

Montag, 09.02.2015 - 22:12 Uhr

Verdammt: Die Dinge Verschwören sich im Internet gegen mich.

Mein Humidor lässt sich nicht öffnen! Verriegelt! Automatisch verriegelt!
Auch das noch!
Was ich auch immer versuche- er bleibt verschlossen.
Zuvor wollte ich eine Flasche Rotwein aus dem Weinschrank holen um ein Glas zu kredenzen- kein Zugriff.
Verriegelt!

Ein Genuss Abend sollte werden. Eine Zigarre mit einem Glas Rotwein, mehr nicht.
Auf der Terrasse.
Rotwein für meine Frau, Rotwein und Zigarre für mich.

Meine Gesundheits-App hat da wohl einen anderen Plan. Ich habe mich wohl mit einem Algorithmus überworfen, wohl bereits genug geraucht, genug Rotwein genossen.

Verdammte Smart Watch!

Mein Fehler – ich hätte sie nicht kaufen, geschweige programmieren sollen.

Mea Culpa!
Mea Culpa!
Mea Culpa!

Willkommen in der Internetwelt der Dinge.
Diktatur der Dinge: Die Fratze lugt hervor.

Meinen Verdacht – die Dinge verschwören sich gegen uns Menschen – hege ich seit geraumer Zeit. Die Indizien sind erschlagend.

Auffallend, das ich immer an der Kasse anstehe, an der es am langsamsten voran geht.
Auffallend, die häufigen roten Wellen, wenn ich es eilig habe- dann kämpfe ich mich Ampel um Ampel nach vorne- da ist kämpfen angesagt (Autofahren ist nun mal keine soziale Fortbewegungsart).
Auffallend auch: Grüne Wellen beglücken mich, wenn ich Zeit habe.
Auffallend auch: Der Aufzug steht genau dann bereits da, wenn ich gerne die Treppen steigen möchte- aus Fitness gründen.

Für mich ist klar: Die Dinge verschwören sich gegen uns Menschen.

Wie aber komme ich jetzt an eine Zigarre? Wie an ein Glas Rotwein? Mit dem Auto in die Stadt! Gott sei Dank leben wir in Berlin! Hoffentlich hat meine Gesundheits-App unseren DS 3 nicht abgeschaltet. Zur Not fahre ich U-Bahn- in die Stadt. Es ist immer besser einen Plan B zu haben!

Thomas Stiegler

Kategorie: Change, Internet Kommentieren »


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