Gute Unternehmensführung…

Dienstag, 26.04.2011 - 20:53 Uhr

… ohne IT nicht denkbar

IT-gestützte Abwicklungen, automatisierte Prozesse, IT gestützte oder gar basierte Geschäftsmodelle, automatisch erzeugte Daten: Das ist aus unserer Wettbewerbswirtschaft nicht mehr weg zu denken. Längst hat sich Analyse und Analytik als Wettbewerbsdimension etabliert, von einigen erkannt und bewusst vorangetrieben, von einigen akzeptiert, von anderen lediglich und leidlich zur Kenntnis genommen.
Hier ist das Ende der Reise bei weitem noch nicht erreicht: Die Bedeutung von Daten und Informationen nimmt weiter zu, die Auswertungs- und damit Nutzungsmöglichkeiten ebenso. Der Handlungsdruck ist klar: Unternehmen, die in ihren Analysen nicht in die Spur kommen, drohen unter die Räder der Wettbewerber zu geraten.

Daten und Informationen sind kein Selbstzweck. Sie dienen Zielen ansonsten sind sie nutzlos. Die Entwicklung aber von Unternehmenszielen sind Denkkategorien und Handlungsdimensionen der obersten Führungsebene von Unternehmen. Dies gilt gleichermaßen für Geschäftsstrategien und Reflexion incl. Entscheidung über Geschäftsmodelle. Die Verantwortung hierfür ist nicht delegierbar.
Gute Unternehmensführung braucht Informationen, dies ist ohne IT nicht denkbar.

Informationen und Analytik: Performance vorantreiben

Es deutet also vieles auf „Change“ hin, denn in der Praxis ist oftmals zu beobachten, dass Austaktung und Synchronisation von Strategie, Organisation und IT- Unterstützung unzureichend sind. Die Folge: Potentiale werden nicht ausgeschöpft.
In diesem Zusammenhang von hoher Relevanz: Eine Studie von Erik Brynjolfsson und Lorin Hitt (1). Diese Studie befasst sich mit dem IT Einsatz in Unternehmen und den damit einher gehenden Produktivitätsentwicklungen. Zentrale Unterscheidung der Studie: Unternehmen mit konsequentem IT Einsatz einerseits, Unternehmen mit verhaltenem IT Einsatz andererseits.

Die Ergebnisse der Studie lassen sich in drei Punkte zusammenfassen:
1. Die Verbreitung bestimmter Vorgehensweisen waren in Unternehmen mit „konsequentem IT-Einsatz“ deutlich größer als in Vergleichsfirmen (hierauf komme ich in einem späteren Blogbeitrag zurück)
2. Korrespondierend: Deutliche Vorsprünge bei Produktivität, Firmenwert und Performance
3. Unternehmen, die Investitionen in IT-Entwicklung und Organisationsentwicklung gleichermaßen vornahmen, erzielten weit bessere Resultate als Vergleichsfirmen, die sich auf eine der Investmentart beschränkten.
Nicht wirklich überraschend, dennoch häufig ausgeblendet: IT-Investitionen und Investitionen in Organisationen sind komplementäre Investitionen. Es macht eben wenig Sinn in IT oder Organisation zu investierten- die Investitionen müssen ausgetaktet werden- in beiden dieser Investmentopportunitäten.

Dies geht aber nicht ohne Klarheit über Unternehmensausrichtung und Unternehmensziele. Die sinnvolle Rollenbestimmung von IT setzt diese Klarheit voraus.

Erfolg durch Strategische Ausrichtung, Organisatorisch abgesichert und durch IT Unterstützt.

Unternehmensstrategie und Unternehmensausrichtung sind essentielle Voraussetzung für eine IT-Strategie. Ist aber die Unternehmensstrategie klar und verständlich formuliert? Korrespondiert die IT Strategie bereits mit der Unternehmensstrategie?

(1) Erik Brynjolfsson und Adam Saunders haben sich in dem Buch „Wired for Innovation“ systematisch mit den Produktivitätseffekten des IT Einsatzes befasst. Für die Autoren ist klar, dass sich unsere Wirtschaft konsequent und nachhaltig verändern wird- mit It als zentralem Enabler. Dieses Buch liefert CIOs eine umfassende Argumentation für höhere Investments in IT- und zwar aus einer “anderen” Perspektive. So wundert es nicht, dass Leo Apotheker, damals noch CEO von SAP das Buch mit den Worten kommentierte: „This is the scientific IT productivity report that CIOs have been waiting for“

Kategorie: IT, Strategie Kommentieren »


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