Fakten, Analysen und Entscheidungen

Freitag, 17.06.2011 - 12:42 Uhr

Analyse und Analytik

Zahlenfriedhöfe werden seit Jahren beklagt- zu Recht. Komplexe Excel Sheets sind in der Controllergemeinde möglicherweise gut gelitten, in anderen Abteilungen allerdings häufig verpönt. Die Zeit der Zahlenfriedhöfe und der Excel Sheet-Komplexitäten ist bei weitem nicht vorbei- trotz ERP. Und: Evidence-based Management (EBM) mag auf dem Vormarsch sein- das Zeitalter des EBM ist jedoch mit Sicherheit noch nicht angebrochen.

Klar ist:
• die Anzahl verfügbarer Daten steigt permanent (Stichworte ERP, Point of Sales Daten, RFID)
• die Anzahl, Breite und Performance von Analyse Tools steigt ebenfalls
• und mit deren Hilfe sind große Datenvolumina auswertbar (Stichworte: DATA Warehouse, Software zur Nutzung statistischer Methoden)
• Aber: Bei vielen Unternehmen finden sich lediglich excelbasierte Controlling Reports im Einsatz. In solchen Fällen werden Analysepotentiale nicht hinreichend genutzt.

Vorschlag eines „Frameworks“

Egal unter welcher konzeptionellen Flagge wir segeln: Analyse von Daten, umfassende Analytikansätze haben bereits deutlich an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung wird weitergehen. Aber nicht jede Analyse ist relevant- Paralyse durch Analyse gilt es zu vermeiden, Entscheidungen sind erforderlich- häufig und schnell. Basierend auf relevanten Daten und Analysen. Erscheint trivial. Ist es aber nicht, wenn wir beispielsweise die Wirklichkeit in vielen Meetings reflektieren. Allzu oft laufen Diskussionen über Ansichten und vorgefertigte Argumente, manchmal über Glaubensbekenntnisse. Wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungsfindung sieht da anders aus.

Rationale Entscheidungen erfordern Fakten und Analysen

In ihrem Buch „Competing on Analytics“ spannen Davenport und Harris (Seite acht) eine Matrix auf, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Analytik in Unternehmen leisten können.
Die Achsen:
• „Wettbewerbsvorteil“ einerseits und
• „Grad der analytischen Intelligenz“ andererseits auf.
Und hier lassen sich Kategorien von „Standard Reports“ bis zu „Optimierungsmodelle“ einordnen.

Der Ansatz hat was: Er ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit in Einsatz befindlichen Analysen. Er hilft bestehende Ansätze zu gewichten und zu bewerten. Dieser Ansatz hilft Analyselücken zu identifizieren.

Eine Auseinandersetzung mit Analysen können zur Verbesserung von Entscheidungen beitragen.

Thomas Stiegler

Kategorie: Analyse, Controlling, Planung, Risikomanagement, Strategie Kommentieren »


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